„Altengerechtes Wohnen… geht nicht, gibt’s nicht!“

Senioren

von Uwe Klein

Auf dem Grundstück in der Gartenstraße 11 könnten zukünftig altengerechte, barrierefreie Wohnungen entstehen. Darüber und dass die Glienicker SPD-Fraktion eine entsprechende Nutzung beantragt hat, hatten wir bereits berichtet. Am gestrigen Abend trafen sich in Anwesenheit eines Vertreters des Landkreises und Vertreter der Oberhavel Holding Besitz- und Verwaltungsgesellschaft mbH die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses (HFA) zu einer Sondersitzung zu diesem Thema.

Einige Tage nachdem der Antrag der SPD-Fraktion Ende Januar in der Verwaltung vorlag, legte der Bürgermeister einen „eigenen“ Beschlussvorschlag für diese kurzfristig für den 8. Februar einberufene Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses, der regulär in der Woche darauf getagt hätte, zur Diskussion vor.

In seinen Veröffentlichungen spricht der Bürgermeister mal von „sozialem Wohnungsbau“, dann wiederum von „bezahlbarem Wohnraum“. Ein Indiz dafür, dass er sich mit der Thematik bisher nicht sonderlich beschäftigt zu haben scheint. Dafür spricht auch, dass er vor nicht allzu langer Zeit betonte, dass es nicht Aufgabe der Gemeinde sei, für Wohnraum zu sorgen. Vor dem Hintergrund einer möglichen Wiederwahl hat er seine Meinung offenbar geändert. Gut für Glienicke, sollte man meinen, aber ob sein Sinneswandel auch nach der Wahl im September noch Bestand hat?

Für die SPD-Fraktion ist das Ziel eindeutig definiert: so viele Wohnungen wie möglich im Objekt Gartenstraße 11 müssen für altengerechtes Wohnen nutzbar gemacht werden. Ich begrüße ausdrücklich die Planungen des Landkreises, anerkannte Flüchtlinge mit entsprechender Bleibeperspektive in Wohnungen und im gesamten Landkreis unterzubringen und somit auch in Glienicke. Das geschieht auch jetzt schon. Integration kann nur gelingen, wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen und die anerkannten Flüchtlinge in der Mitte der Gesellschaft wohnen und leben. So sind schon heute vier Wohnungen im Glienicker Ortszentrum von Flüchtlingen bewohnt.

Grundsätzlich sprachen sich die Mitglieder des HFA für die Übernahme des Wohnkomplexes in der Gartenstraße 11 durch die Gemeinde aus. Selbstverständlich sind aber vor einer endgültigen Entscheidung noch etliche Fakten zu ermitteln. Auch die SPD-Fraktion hat in der gestrigen Sitzung ihre grundsätzliche Bereitschaft für die Übernahme des Wohnkomplexes durch die Gemeinde Glienicke ausgesprochen. Für uns stand und steht aber die Schaffung von altengerechtem und barrierefreiem Wohnraum im Vordergrund. Das war auch der Tenor unseres Änderungsantrags im gestrigen Haupt- und Finanzausschuss. Leider wurde dieser Antrag mehrheitlich abgelehnt. Wir lassen uns dadurch nicht entmutigen und werden im Verlauf der nun durchzuführenden Ermittlung der notwendigen Fakten unser Ziel, altengerechtes und barrierefreies Wohnen weiter verfolgen!

Innenausbau bereits verplant?

Allerdings gab es eine weitere Information im gestrigen Ausschuss, die mich fassungslos machte. So gab die Vertreterin der Oberhavel Holding bekannt, dass 90 Prozent der Aufträge, auch für den Innenausbau, bereits vergeben seien. Am 19. Januar dieses Jahres hatte die Gemeindeverwaltung auf der Homepage Folgendes veröffentlicht: „…Da der Innenausbau der Gebäude noch nicht begonnen hat, bestehen erhebliche Gestaltungsmöglichkeiten...“. Alle, die sich auf diese Aussage des Glienicker Bürgermeisters verlassen haben, mussten nun feststellen, dass diese Aussage falsch war und offenbar ohne jede Substanz getroffen wurde.

Somit wird jetzt zuallererst die Frage zu klären sein, inwieweit bei einer möglichen Übernahme des Wohnkomplexes eine Veränderung des Innenausbaues überhaupt noch möglich ist.

Sollten die Prüfungen ergeben, dass die Gemeinde Glienicke den Wohnkomplex von der Oberhavel Holding übernehmen könnte, so werde ich dieser Übernahme nur dann zustimmen, wenn die überwiegende Anzahl der Wohnungen für altengerechtes barrierefreies Wohnen bereitgestellt wird!

 
 

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