Kommunalen Wohnungsbau weiter vorantreiben

Kommunalpolitik

Schon seit einigen Jahren haben wir in Oberhavel das Problem, dass Wohnungen knapp werden. Das gilt insbesondere für den Speckgürtel, aber auch in den größeren Städten ist der Wohnraum vor allem für junge Menschen, Alleinerziehende und Ältere kaum noch bezahlbar. Wäre ich Wohnungsinvestor, würde ich jetzt, wo die Preise so hoch sind, vielleicht auch keine Grundstücke auf den Markt geben, sondern weiter abwarten. Das in Kombination mit den durch die Zinsen niedrigen Baupreisen führt allerdings dazu, dass Wohnen bei uns in Oberhavel immer teurer wird.

Diese Entwicklung wollen wir uns als Kommunalpolitiker – soweit wir es können – entgegen stemmen. Wir haben deswegen schon vor einigen Jahren angefangen kommunale Wohnungen durch eine kreiseigene Gesellschaft zu bauen. Dabei sind schon über 100 Wohnungen gebaut worden, die inzwischen fast alle auch vermietet sind.

In den S-Bahn-Gemeinden haben wir jetzt mit Hohen Neuendorf eine gemeinsame Wohnungsbaugesellschaft des Kreises und der Stadt gegründet. Ziel dieser Gesellschaft ist es, in Hohen Neuendorf geeignete Grundstücke mit bezahlbarem Wohnraum zu bebauen. In anderen Städten – etwa Hennigsdorf oder Oranienburg – gibt es eigene Wohnungsbaugesellschaften, sodass der Kreis hier nicht tätig werden muss. Gerade in den S-Bahn-Gemeinden ist der Zuzug und damit die Wohnungsnot aber besonders hoch. Außerdem führt der Zuzug auch dazu, dass die gemeindlichen Haushalte durch Investitionen in soziale Infrastruktur, Wasserversorgung und Straßen ohnehin hoch sind. Da mittlerweile auch nicht mehr ohne weiteres in Nachbarstädte ausgewichen werden kann, wird es Zeit, dass wir hier etwas tun.

In Hohen Neuendorf bietet sich die Situation für eine Kooperation auch besonders an: Die Stadt selbst hat wenig freie Grundstücke, der Landkreis bzw. die kreiseigene Gesellschaft OHBV GmbH, hat aber diverse Flächen. Zudem hat die OHBV GmbH in den vergangenen Jahren auch viele praktische Erfahrungen im Bau und der Betreuung von Wohnungen sammeln können.

Von daher halte ich es für den richtigen Weg, dass der Landkreis und die Stadt hier gemeinsam eine Wohnungsbaugesellschaft gründen, die dann geeignete Grundstücke bebaut und bezahlbare Wohnungen schafft. Die Kooperationsvereinbarung, die wir dazu im letzten Kreistag am 16.05.2018 abgeschlossen haben, ist ein erster wichtiger Schritt auf diesem Weg. Durch die Kooperationsvereinbarung wird deutlich, dass bei Stadt und Kreis der politische Wille zur Zusammenarbeit besteht. Ich erwarte nun von den Beteiligten, dass das Ziel dieser Gesellschaft zügig umgesetzt wird und sich schon bald die Baukräne drehen.

Natürlich müssen wir uns nichts vormachen und wissen, dass dies nur ein kleiner Baustein zu mehr bezahlbarem Wohnraum in unserer Region sein kann. Ich finde es aber besser, wenn man als Kommunalpolitiker zumindest das umsetzt, was man beeinflussen kann, statt immer nur auf die große Politik zu warten. Uns allen ist dabei klar, dass ohne ein deutlich stärkeres Engagement des Bundes die kommunalen Mittel begrenzt sind.

Benjamin Grimm,
SPD Oberhavel

 
 

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