SPD fordert bezahlbare Wohnungen für Glienicke

Kommunalpolitik

Zur Sitzung der Gemeindevertretung am 10. September stellte die SPD-Fraktion einen Antrag, mit dem der Bürgermeister beauftragt werden sollte, ein Konzept für kommunalen Wohnungsbau für Glienicke/Nordbahn zu erstellen. Nach dem Vorbild des sich derzeit im Bau befindlichen kommunalen Gebäudes mit gemeindeeigenen Wohnungen im Mühlenbecker Land, soll geprüft werden, ob auch auf kommunalen Glienicker Grundstücken Stadtvillen mit sechs bis acht Wohnungen entstehen könnten.

Aus Sicht der SPD-Fraktion kann die Schaffung solcher bezahlbarerer Wohnungen im Rahmen des kommunalen Wohnungsbaus, zum Beispiel gemeinsam mit dem Landkreis, ermöglicht werden. Denn die Vermietung könnte hier kostendeckend erfolgen und nicht mit dem Anspruch, Gewinn zu erwirtschaften.

Dabei geht es nach unserer Vorstellung nicht darum, große Wohnblöcke wie im Sonnengarten oder der Gartenstraße 11 zu errichten. Vielmehr stellen wir uns kleine Mehrfamilienhäuser/Stadtvillen vor, die sich in die aufgelockerte Glienicker Siedlungsstruktur mit hohem Grünanteil einpassen.

Zwingende Voraussetzung dafür ist, dass die entsprechenden Grundstücke im Eigentum der Gemeinde verbleiben und nicht an Dritte verkauft werden. Die neuen Wohnungen wären in Größe, Art und Preis geeignet, dass insbesondere ältere Glienickerinnen und Glienicker oder auch junge Familien, die nach Verlust oder Trennung des Partners aus ihren alten Wohnungen ausziehen müssen, hier im selben Ort eine neue, bezahlbare, altersgerechte Bleibe finden können. Diese Frage stand und steht weiterhin für die SPD-Fraktion im Vordergrund aller Beratungen zum Thema Wohnungsbau in Glienicke.

Es kann und darf nicht sein, dass Senioren, wenn sie beispielsweise 40 Jahre in Glienicke gewohnt haben, wegziehen müssen, nachdem der Partner gestorben ist. Es kann niemanden kalt lassen, wenn Kinder, weil die Eltern sich getrennt haben und zwei Wohnungen in Glienicke unbezahlbar sind, neben der Trennung der Eltern auch noch einen Schul- oder Kitawechsel verkraften müssen.

Während sich in unserer Nachbargemeinde die Gemeindevertreter per Beschluss auf eine Partnerschaft mit dem Landkreis verständigten, damit in Zukunft der sozialverträgliche Wohnungsbau in der Gemeinde Mühlenbecker Land vorangetrieben wird, hat Glienicke hier noch Nachholbedarf.

Zu einer Zustimmung zu unserem Antrag, damit in Glienicke wenigsten ein entsprechendes Konzept erarbeitet wird, konnten sich die Glienicker Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am 18. September nicht durchringen. Jetzt soll unser Antrag im Planungsausschuss beraten werden.

 
 

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