Tarifvertrag soll Dumpinglöhne in der Altenpflege verhindern

Gesundheit

Inka Gossmann-Reetz:

 

Tarifvertrag soll Dumpinglöhne in der Altenpflege verhindern

 

Hohen Neuendorf. Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Brandenburg und damit der Personalbedarf in der Pflege steigen stark – nun wird gehandelt: Auf Initiative von Arbeits- und Sozialminister Günter Baaske (SPD) haben sich fünf Wohlfahrtsverbände und die Gewerkschaft ver.di grundsätzlich auf bessere Bedingungen und höhere Einkommen für alle Altenpflegekräfte im Land verständigt.

Eine gemeinsame Absichtserklärung sieht einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag für die Branche vor. Er soll landesweit gelten. Die Gewerkschaft und die Spitzenverbände Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Diakonie, Deutsches Rotes Kreuz und Der Paritätische unterzeichneten die Vereinbarung Anfang dieser Woche und nehmen jetzt Verhandlungen über die konkrete Entgeltstruktur des Tarifvertrags auf.

 

„Damit können auch die Beschäftigten der Altenpflege in Oberhavel auf gute, faire Arbeitsbedingungen und mehr Anerkennung für ihre Leistung zählen“, sagte die SPD-Direktkandidatin Inka Gossmann-Reetz. „Ein verschärfter Preiswettbewerb nützt letztlich niemandem, auch nicht den Arbeitgebern.“ Einheitlich gute Beschäftigungsbedingungen dagegen machen die Pflegeberufe attraktiv auch für jüngere Menschen. „Davon profitieren besonders auch die betreuten Menschen in unserer Region“, so Gossmann-Reetz. Sozialminister Baaske, der 2013 den Tarifvertrag angeregt und die Gespräche darüber moderiert hatte, erklärte, der Preiskampf zwischen Pflegeeinrichtungen und –diensten auf Kosten der Beschäftigten müsse ein Ende haben. Die Brandenburger Landesregierung werde den geplanten Tarifvertrag, sobald er unterzeichnet ist, für allgemeinverbindlich erklären.

 
 
 

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